ELBE ENERGIE-Fristenkalender März 2019

Meldung Strommengen 2018 > 1 GWh bis 31.03.

Abnahmestellen, deren Stromverbrauch 2018 über 1 GWh lag, müssen bis 31.03. dem Netzbetreiber gemeldet werden, um die reduzierten Stromumlagen zu erhalten.

Meldung KWK-Daten 2018 bis 31.03.

Zur Abrechnung der KWKG-Förderung 2018 sind dem BAFA Brennstoffmenge, selbstverbrauchte/ausgespeiste Strommenge, Vollbenutzungsstunden und Stromerzeugung während negativer Stromintervalle mitzuteilen. KWK-Anlagen < 50 kW sind von der Meldung befreit.

https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Kraft_Waerme_Kopplung/Stromverguetung/Stromverguetung_50_KW_bis_2_MW/stromverguetung_50_kw_bis_2_mw_node.html

Energiepolitik: Grünen-Anfrage zu Industrie-Strompreisprivilegien

In einer kleinen Anfrage haben die Grünen von der Bundesregierung Daten zu Strompreis-vergünstigungen, u.a. besondere Ausgleichsregelung, Eigenstromprivileg, KWK-Umlage, Netznutzung erbeten.

Zum Hintergrund führten die Grünen an, daß der Ausbau erneuerbarer Energien für viele Industriebranchen neue Absatzmärkte geschaffen habe. Zugleich seien die Börsenstrompreise durch die Energiewende massiv gefallen. Trotzdem würden der Industrie wegen des globalen Wettbewerbs die Vergünstigungen eingeräumt.

Die Bundesregierung stellte dem entgegen, daß die These, die Börsenstrompreise seien im Zuge der Energiewende massiv gefallen, nicht den Tatsachen entspricht. Ursache für die niedrigen, durchschnittlichen Börsenstrompreise von 2014 – 2017 (< 40 €/MWh) war nicht die Energiewende, sondern im Wesentlichen der Kohlepreis, der sich von 2011 – 2016 etwa halbierte.

Nach dem Tiefpunkt 2016 stiegen die Börsenstrompreise wieder deutlich auf ca. 50 €/MWh in 2018 an. Dies lag hauptsächlich am Anstieg der Kohlepreise und der Zertifikatepreise im Emissionshandel, die sich seit 2016 mehr als vervierfachten.

Details unter http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/076/1907654.pdf

Energieaudits: EDL-G Novelle im Bundesrat

Nach Kabinettsbeschluss liegt das novellierte EDL-G nun dem Bundesrat zur Beratung vor. Das BAFA hat daher den Leitfaden vom 14.02. am 20.03. aktualisiert.

Wesentliche Änderungen:

  • Unternehmen mit Energieverbrauch < 500 MWh/a sind von Auditplicht bereit
  • Der Abschluss des Energieaudits ist innerhalb von sechs Wochen dem BAFA zu melden
  • Auditoren müssen sich vor dem Energieaudit beim BAFA zu registrieren
  • Auditoren müssen Ihre Qualifikation durch regelmäßige Fortbildungen nachweisen
  • Strengere Vorgaben für Clusterbildung im Multi-Site-Verfahren
  • Bei ISO 50001/EMAS muß Zertifikat vorgelegt werden
  • Detaillierte Vorgaben zu Berichtsumfang und Darstellung von Effizienzmaßnahmen
  • Lastganganalysen bei Verbräuchen > 100 MWh/a Strom bzw. > 1.500 MWh/a Erdgas
  • Bildung und Bewertung von Energiekennzahlen
  • Ermittlung von aktuellen/optimalen Energie- und Stoffströmen bei Produktionsprozessen

Details unter http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Energieaudit/energieaudit_node.htm

Stromnetze: Netzausbau 40% teurer als geplant

Die ÜNB haben den Entwurf (Version 2019) des Netzentwicklungsplans (NEP) 2030 vorgelegt, der das Ziel von aktuell 65 % (vorher: 50 %) erneuerbare Energien bis 2030 berücksichtigt.

Dadurch werden zwei zusätzliche Hochspannungs-Gleichstrom-Verbindungen (HGÜ) von Nord nach Süd mit insgesamt 4 GW benötigt. Aus Akzeptanzgründen wird die Ausführung vollständig als Erdkabel geplant.

Die Kosten für den gesamten Ausbau liegen damit jetzt bei 70 Mrd. € (52 Mrd. € an Land/18 Mrd. € Offshore) und somit 20 Mrd. € über den 2017 geplanten. Außerdem wurden jetzt erstmalig auch Kosten für Grundstücke,Planungs- und Genehmigungsverfahren berücksichtigt.

Die Empfehlungen der Kohlekommission sind noch nicht enthalten.

Details unter www.netzentwicklungsplan.de