ELBE ENERGIE-Fristenkalender: MaStR-Meldung Stromerzeuger bis 31.01.21

Im Marktstammdatenregister (MaStR) sind generell alle Stromerzeugungsanlagen zu registrieren.

Dazu zählen unter Umständen auch Notstromanlagen, USV-Anlagen und Sicherheitsbeleuchtungsanlagen. Anlagenbetreiber müssen bis zum 31.01. ihre Bestandsanlagen nachmelden.

Fristversäumnisse werden empfindlich sanktioniert.

Neuanlagen müssen – wie bisher- einen Monat nach Inbetriebnahme registriert werden.

Stromnetze: Entgelte steigen 2021 nur leicht

Seit 2011 sind die Netzentgelte in der Mittelspannung durchschnittlich um 12 % p.a. gestiegen (vgl. ELBE ENERGIE Newsletter November 2018 und November 2019). Viele Netzbetreiber haben nun ihre vorläufigen Entgelte für 2021 veröffentlicht.

Laut Berechnung von ELBE ENERGIE liegen die Mehrbelastungen im Durchschnitt bei 1,1 %. Die Änderungen fallen, je nach Netzbetreiber, Netzebene und Verbrauchsstruktur stark unterschiedlich aus.

⇒ Empfehlung ELBE ENERGIE:

Viele Unternehmen haben auf Grund der Kostensteigerungen mit ELBE ENERGIE Projekte in den Bereichen Netzanschluß, Eigenerzeugung und Lastmanagement erfolgreich umgesetzt und so ihre Netzentgelte um bis zu 90 % gesenkt. Bundesweit konnten 2019 mehr als 5.600 Unternehmen von über 1.500 Mio. € Entlastungen profitieren. Diese Entlastungen werden über die „§19 StromNEV-Umlage“ auf die Netznutzer umgelegt. Die Umlage ist hat sich daher von 2012 (15,10 €/MWh) bis 2021 (43,20 €/MWh) fast verdreifacht.

Wenn auch Ihr Unternehmen in den Genuss von geringeren Entgelten kommen möchte, um sich von dieser Preisentwicklung abzukoppeln, sprechen Sie uns gerne an.

CO2-Abgabe: Emissionshandel startet ab 01.01.21

Ab Januar 2021 startet der nationale Emissionshandel für die Sektoren Wärme und Verkehr. Gemäß Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) müssen die Lieferanten von Brennstoffen (Erdgas, Flüssiggas, Heizöl, Kraftstoff) Emissionszertifikate erwerben.

Ab 2023 wird dann Kohle (Steinkohle, Braunkohle) in den Emissionshandel einbezogen. Die Kosten werden in der Regel vom Lieferanten an den Endkunden weitergereicht.

Für Erdgas ergibt sich folgende Entwicklung:

 

 

Für die Berechnung der Kostenentwicklung anderer Brennstoffe empfehlen wir den IHK-Rechner: https://www.ihk.de/co2-preisrechner

⇒ Einschätzung/Empfehlung ELBE ENERGIE:

Der Anstieg der Erdgaspreise 2021 um ca. 5 €/MWh wird durch die gesunkenen Großhandelspreise mehr als ausgeglichen.
Die BEHG-Einnahmen sollen zur Senkung der EEG-Umlage verwendet werden. Die Auswirkung ist derzeit auf Grund des notwendigen Haushaltszuschusses zum EEG-Konto in Höhe von ca. 11 Mrd. € noch vollkommen offen.

Falls die Brennstoffkosten ihres Unternehmens mehr als 20 % der Gesamtkosten oder die BEHG-Zusatzkosten mehr als 20 % der Bruttowertschöpfung betragen, kann eine Entlastung beantragt werden. Gleiches gilt, sofern ihrem Unternehmen Nachteile im internationalen Wettbewerb entstehen (Carbon-Leakage). Die begünstigten Unternehmen müssen ein Energiemanagementsystem zu betreiben, Maßnahmen zur CO2-Reduktion umzusetzen, Mitglied in einem Energieeffizienznetzwerk etc..
Gerne übernehmen wir für sie Beantragung und Umsetzung der Entlastungen.

Gas-Großhandelspreise steigen um rund 12,5 %

Der von der österreichischen Energieagentur berechnete Gaspreisindex (ÖGPI) bleibt seinem seit September anhaltendem Aufwärtstrend treu und steigt auch im Dezember.
Der Wert liegt bei 59,28 Punkten und damit im Vergleich zum Vormonat um 12,49 % höher, jedoch deutlich niedriger als im Dezember 2019. Im Durchschnitt der letzten zwölf Monate beläuft sich der ÖGPI auf 47,53 Punkte.