Erdgasmarkt: Lieferant NatGas insolvent

Die Natgas AG hat am 26.09. einen Insolvenzantrag gestellt. Dem Vernehmen nach fehlen ca. 20 Mio. € an kurzfristigen Krediten.
Größter Einzelgesellschafter ist der Stuttgarter Gas- und Ölhändler Friedrich Scharr KG, der vor kurzem vom Hamburger Ölhändler Marquard & Bahls (Mabanaft) Aktien übernommen hatte.
Ex-Natgas-Vorstand Jörg Bauth war nach Kritik von Scharr im Juni entlassen worden.
Ob und wie es mit Natgas weitergeht, ist offen.
➔ Empfehlung ELBE ENERGIE:
Nach Kündigung von Bilanzkreis und Belieferung sollten NatGAS-Kunden unbedingt handeln, um eine kostenintensive Ersatzversorgung abzuwenden. ELBE ENERGIE übernimmt gerne die kurzfristige, im Einzelfall auch rückwirkende, Beschaffung Ihres Erdgasbedarfs.

EEG-Umlage: Anstieg 2020 auf 67,56 €/MWh

Die EEG-Umlage ab 01.01.2020 beträgt 67,56 €/MWh (aktuell 64,10 €/MWh).
Gründe für den Anstieg:
• Zubau Offshore-Windkraft 2020 von 6,4 auf 7,8 GW
• EEG- Kontostand 1,5 Mrd. € niedriger als im Vorjahr.
➔ Einschätzung ELBE ENERGIE:
Die Prognose von August 2019 (65 – 67 €/MWh, vgl. ELBE ENERGIE Newsletter August 2019) wird damit noch einmal überschritten. Wir rechnen mittelfristig mit einer EEG-Umlage von 70-75 €/MWh. Durch Herausfallen der kostenintensiven Altanlagen sollte sie spätestens ab 2025 leicht sinken.

Strompreisanstieg durch weiter steigende Netzentgelte

Strompreisanstieg:

Aufgrund des Anstiegs von Stromtransport / Netzauslastung und des Wegfalls der kostenlosen Blindleistungsbereitstellung durch den Atom- / Kohleausstieg werden im Übertragungsnetz zusätzliche Kompensationsanlagen benötigt.

Zusätzlich soll ab 2021 Blindleistung gem. „EU-Winterpaket“ technologieoffen, diskriminierungsfrei und transparent beschafft werden.
Die Mehrkosten werden in die Netzentgelte eingepreist.

Bremsen Sie Ihren Strompreisanstieg und steigen in die Eigenversorgung ein. Elbe Energie unterstützt Sie bei Ihrem Vorhaben.

Strompreisanstieg um ca. 20 Euro pro Megawattstunde bis 2030

Strompreisanstieg hält an – Kostensteigerungen für Industrie und Haushalte

Im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums hat das Energiewirtschaftliche Institut der Uni Köln (EWI) die Auswirkungen des Kohleausstiegs untersucht:

Strompreisanstieg durch höhere Großhandelsstrompreise

o 2030: 58 € / MWh
o 2045: 77 € / MWh

Die Gründe dafür sind:

  • Notwendiger Zubau von 22 GW Spitzenlastkraftwerken bis 2025
    Finanzierung durch Strommarkt derzeit nicht möglich, Finanzierungslücke ca 6 € / MWh.
  • 2030 zusätzliche Kosten von ca. 5 € / MWh durch vorzeitigen Kohleausstieg gegenüber dem Referenzszenario ohne Ausstieg.

Die Bedeutung der Eigenversorgung steigt weiter. Nur so kann der Strompreisanstieg abgefedert werden. Elbe Energie unterstützt Sie bei diesem Vorhaben.

 

Energiewende – Versorgungsengpässe erwartet

Der McKinsey- Energiewende-Index September 2019 zeigt folgendes Lagebild und sagt Versorgungsengpässe voraus:

  • CO2-Emissionen 2018: 866 Mio. t (Ziel: 750 Mio. t)
    • Reduzierungen wegen fehlender Kopplung überwiegend im Stromsektor
  • Wegfall von 43 % gesicherter Kraftwerksleistung durch Atom-/Kohleausstieg bis 2030

Einschätzung ELBE ENERGIE:

Laut BMWi – Monitoringbericht Versorgungssicherheit (Juli 2019) soll die Versorgungslücke durch Stromimporte gedeckt werden und „zur Not mittels Lastmanagement (Abschaltungen) das Netz stabilisiert werden“. Innerhalb Europas seien zudem Überkapazitäten von 80 – 90 GW vorhanden.
Der BDEW dagegen warnt, dass europaweit gesicherte Stromerzeugungskapazitäten vom Netz genommen werden. Zeiten mit hohem Strombedarf sind in Mitteleuropa außerdem nahezu deckungsgleich.

Nach Recherchen von ELBE ENERGIE stehen 2020 in Deutschland ca. 82 GW Spitzenlast (Quelle: BNetzA) genau 81 GW gesicherter Leistung (Quelle: ÜNB, BDEW) gegenüber. Das stufenweise Abschalten von 43 % gesicherter Kraftwerksleistung bis 2030 ist ohne weitere Maßnahmen nicht zu kompensieren. Die Spekulation auf Stromimporte, fehlender Kraftwerkszubau (siehe ELBE-ENERIGE Newsletter Juni 2017) und drohende Abschaltungen erhöhen das Stromausfallrisiko ab 2022 bzw. 2025.