Was ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ?

Die meisten deutschen Kraftwerke gewinnen Strom mittels Dampfturbinen aus Wärmeenergie. Ein großer Teil dieser Wärmeenergie geht beim Umwandlungsprozess verloren, er wird in Form von Abwärme an die Umgebung abgegeben. Der Wirkungsgrad dieser Kraftwerke ist gering.

In einem sogenannten Blockheizkraftwerk (BHKW) treibt ein öl- oder gasbetriebener Motor einen Generator an, der Strom erzeugt. Im Gegensatz zu den konventionellen Kraftwerken koppelt das BHKW die Abwärme des Motors aus. Der Betreiber nutzt diese zum Beispiel zur Raumheizung oder Warmwassererzeugung. Die Verluste sind wesentlich geringer als im Kraftwerk.

Der Wirkungsgrad ist hoch, da BHKW beide entstehenden Energiearten verwerten. Kurze Wege sichern ein Minimum an Wärmeverlusten. Der Betrieb eines BHKW stellt in vielen Fällen eine ressourcen- und klimaschonende Alternative zum Energieeinkauf von extern dar.

Wann lohnt sich ein BHKW?

Grundsätzlich ist ein BHKW für alle Unternehmen und Gesellschaften interessant, die das ganze Jahr über einen gewissen Grundbedarf an Wärme aufweisen.

Dies ist zum Beispiel der Fall in Wohnanlagen, die Warmwasser benötigen oder an Industriestandorten, deren Prozesse unter Wärmezufuhr stattfinden. BHKW sind in unterschiedlichen Leistungsgrößen erhältlich, die nahezu jedem Wärmebedarf gerecht werden. Der Betreiber nutzt den produzierten Strom entweder selbst oder stellt ihn dem öffentlichen Netz zur Verfügung.

Ein BHKW rentiert sich auf drei verschiedene Arten:

  • Der Heizkessel benötigt weniger teuren Brennstoff. Für den Brennstoff des BHKW fällt keine Energiesteuer an. Er ist somit günstiger als der Brennstoff für den Kessel.
  • Auf den selbst produzierten Strom sind nur vierzig Prozent der EEG-Umlage zu zahlen. Zusätzlich vergütet ihn der Bund in vielen Fällen über den sogenannten KWK – Bonus (Belohnung für umweltfreundliche Energieerzeugung). Neben diesen finanziellen Vorteilen gewinnt der Betreiber durch die eigene Stromerzeugung Unabhängigkeit von den Strommärkten.
  • Der Bund vergütet den eingespeisten Strom: Zum einen über den KWK – Bonus, zum anderen nach dem marktüblichen Preis (Börsenpreis). In vielen Fällen belohnt der Netzbetreiber den Betreiber dafür, dass geringere Kosten für den Netzausbau anfallen.

Die Investition in ein BHKW amortisiert sich in vielen Fällen nach wenigen Jahren. Dies belegt das folgende Praxisbeispiel:

Planung eines BHKW

Die meisten BHKW sind wärmegeführt, das heißt sie orientieren sich am Wärmebedarf des Standorts. Der Planer erfasst und analysiert diesen über den Verlauf der letzten Jahre. Temperaturschwankungen sind zu berücksichtigen. Im zweiten Schritt wählt er ein passendes BHKW – Modul, welches den Wärmebedarf des Standorts möglichst genau abbildet. Dabei ist vor allem die Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen. In manchen Fällen lohnt es sich, eine kleinere, günstigere Anlage zu bauen. Sobald die gewünschten Eigenschaften des BHKW definiert sind, wird ein Hersteller beauftragt bzw. die Leistung ausgeschrieben. Da unterschiedliche Hersteller unterschiedliche Technologien verwenden und jedes Modul seine eigenen jeweils charakteristischen Vor- und Nachteile aufweist, zahlen sich hier technisches Verständis und Erfahrung aus.

Realisierung eines BHKW – Vorhabens

Im besten Fall hat der Auftraggeber mit dem Bauvorgang selbst nichts zu tun. Dennoch sind einige Dinge zu beachten. Es ist festzulegen, wie das BHKW in die bestehende Heizungsanlage einzubinden ist und ob evtl. ein zusätzlicher Schornstein für die Abführung des entstehenden Abgases notwendig ist. Außerdem sind diverse Anträge zu erstellen und fristgerecht bei den jeweiligen Behörden und Energieversorgungsunternehmen einzureichen. Idealerweise überwacht ein Experte die gesamte Bauphase.

Lohnt sich ein BHKW für Ihren Anwendungsfall?

Ob sich ein BHKW für Sie lohnt, stellen die Experten von Elbe Energie innerhalb kurzer Zeit und anhand weniger Informationen fest. Sprechen Sie uns gerne an.