In einer kleinen Anfrage haben die Grünen von der Bundesregierung Daten zu Strompreis-vergünstigungen, u.a. besondere Ausgleichsregelung, Eigenstromprivileg, KWK-Umlage, Netznutzung erbeten.

Zum Hintergrund führten die Grünen an, daß der Ausbau erneuerbarer Energien für viele Industriebranchen neue Absatzmärkte geschaffen habe. Zugleich seien die Börsenstrompreise durch die Energiewende massiv gefallen. Trotzdem würden der Industrie wegen des globalen Wettbewerbs die Vergünstigungen eingeräumt.

Die Bundesregierung stellte dem entgegen, daß die These, die Börsenstrompreise seien im Zuge der Energiewende massiv gefallen, nicht den Tatsachen entspricht. Ursache für die niedrigen, durchschnittlichen Börsenstrompreise von 2014 – 2017 (< 40 €/MWh) war nicht die Energiewende, sondern im Wesentlichen der Kohlepreis, der sich von 2011 – 2016 etwa halbierte.

Nach dem Tiefpunkt 2016 stiegen die Börsenstrompreise wieder deutlich auf ca. 50 €/MWh in 2018 an. Dies lag hauptsächlich am Anstieg der Kohlepreise und der Zertifikatepreise im Emissionshandel, die sich seit 2016 mehr als vervierfachten.

Details unter http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/076/1907654.pdf