Der McKinsey- Energiewende-Index September 2019 zeigt folgendes Lagebild und sagt Versorgungsengpässe voraus:

  • CO2-Emissionen 2018: 866 Mio. t (Ziel: 750 Mio. t)
    • Reduzierungen wegen fehlender Kopplung überwiegend im Stromsektor
  • Wegfall von 43 % gesicherter Kraftwerksleistung durch Atom-/Kohleausstieg bis 2030

Einschätzung ELBE ENERGIE:

Laut BMWi – Monitoringbericht Versorgungssicherheit (Juli 2019) soll die Versorgungslücke durch Stromimporte gedeckt werden und „zur Not mittels Lastmanagement (Abschaltungen) das Netz stabilisiert werden“. Innerhalb Europas seien zudem Überkapazitäten von 80 – 90 GW vorhanden.
Der BDEW dagegen warnt, dass europaweit gesicherte Stromerzeugungskapazitäten vom Netz genommen werden. Zeiten mit hohem Strombedarf sind in Mitteleuropa außerdem nahezu deckungsgleich.

Nach Recherchen von ELBE ENERGIE stehen 2020 in Deutschland ca. 82 GW Spitzenlast (Quelle: BNetzA) genau 81 GW gesicherter Leistung (Quelle: ÜNB, BDEW) gegenüber. Das stufenweise Abschalten von 43 % gesicherter Kraftwerksleistung bis 2030 ist ohne weitere Maßnahmen nicht zu kompensieren. Die Spekulation auf Stromimporte, fehlender Kraftwerkszubau (siehe ELBE-ENERIGE Newsletter Juni 2017) und drohende Abschaltungen erhöhen das Stromausfallrisiko ab 2022 bzw. 2025.