Förderung Energieberatung im Mittelstand

Warum gibt es die Förderung für Energieberatungen im Mittelstand?

Sie als mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Mit knapp 2,5 Millionen zählte 2016 die Mehrheit (99,3 %) der Unternehmen zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Diese Unternehmen haben einen erheblichen Anteil am Gesamtenergieverbrauch der Bundesrepublik Deutschland.

Das Verbesserungspotential im Bereich Energieverbrauch ist in diesen Unternehmen oft groß. Allerdings bleibt in diesen Unternehmen  oft keine Zeit sich intensiv mit Energieeffizienzmaßnahmen auseinanderzusetzen.  Dies ist aber notwendig. Der Grund dafür ist, dass Energieeffizienzmaßnahmen oft mit hohen Investitionskosten verbunden sind. In diesem Zusammenhang sind qualifizierte Wirtschaftlichkeitsberechnungen wichtig.

Daher ist die Energieberatung ist ein wichtiges Instrument, um in KMU durch qualifizierte Beratung Informationsdefizite abzubauen.

Einsparpotentiale können aufgedeckt werden und in Energieeffizienzmaßnahmen und Projekten umgesetzt werden. Hier setzt das Förderprogramm „ Energieberatung im Mittelstand“ des BAFA an. Durch eine Zuschussförderung sollen die Beratung gestärkt und Hürden für die Unternehmen abgebaut werden.

Die Höhe der Zuschüsse liegt zwischen 1.200 und 6.000 Euro für Beratungskosten bei einer Förderquote von maximal 80 %. Die Förderung ist abhängig von den Stromkosten des Unternehmens.

Was leistet die Energieberatung im Mittelstand?

In einer Auftaktbesprechung werden die Ziele der Energieberatung gemeinsam definiert. Danach findet eine genaue Erhebung der Energiebezugsdaten des Unternehmens statt. Diese werden nach Energieträgern, Energiekosten, prozentualen Anteilen erhoben. Danach ist der Energiebezug des Unternehmens bekannt. Im Anschluss werden die Energieverbraucher erfasst und ihr Jahresenergiebedarf wird ermittelt. Ausgewählte Verbraucher können dabei gemessen werden. Dadurch wird eine hinreichende Genauigkeit der Verbrauchsanalyse erreicht. In ein oder mehreren Vor-Ort- Terminen werden die energetische Situation, das Nutzerverhalten und weitere Elemente untersucht. Der Energieberater / Energieauditor ist dann in der Lage, geeignete Energieeffizienzmaßnahmen vorzuschlagen. An dieser Stelle wird auch die Wirtschaftlichkeit der Energieeffizienzmaßnahmen untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung werden detailliert in einem Bericht zur Energieberatung notiert. Im Rahmen einer Abschlussbesprechung findet die Darlegung der Energieeinsparpotentiale statt. In diesem Zusammenhang wird ebenfalls eine Reihenfolge zur Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen durch den Energieberater vorgeschlagen.

Die Höhe der Zuschüsse liegt zwischen 1.200 und 6.000 Euro für Beratungskosten bei einer Förderquote von maximal 80 %. Die Förderung ist abhängig von den Stromkosten des Unternehmens.

Was wird gefördert?

Energieaudits (Energieeinsparberatung)

Wer wird gefördert?

kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU)

Wie wird gefördert?

Über eine Zuschussförderung für Energieberatungen in Höhe von

  • 1.200 Euro bei jährlichen Stromkosten < 10.000 Euro,
  • 6.000 Euro bei jährlichen Stromkosten > 10.000 Euro.

Die maximale Förderquote beträgt 80 % der Energieberatungskosten. 20 % sind als Eigenanteil vom Unternehmen zu tragen.

Wichtige Rahmenbedingungen:

Die Förderung muss VOR Beratungsbeginn beantragt und genehmigt werden.

Wie kommen Sie in den Genuss einer Energieberatung im Mittelstand?

Kontaktieren Sie uns gerne. Wir unterbreiten Ihnen ein Angebot und unterstützen Sie bei der Antragsstellung. Nach erfolgter Genehmigung stimmen wir gemeinsam die Vorgehensweise ab.

Praxisbeispiel des BMWi:

„Als kleiner Betrieb wenden Sie zum Beispiel 6.000 Euro im Jahr auf, um die Energiekosten für Kommunikationstechnik, Beleuchtung und Heizung zu finanzieren. Gemessen an diesen Energiekosten kostet die Energieberatung möglicherweise 1.000 Euro. Der Höchstzuschuss für kleine KMU liegt zwar bei 1.200 Euro, es werden aber stets nur 80 Prozent gewährt. Ihr Zuschuss liegt also bei 800 Euro und Ihr Eigenanteil bei 200 Euro.“

Zitat, Quelle: Deutschland macht´s effizient , Zugriff: 17.01.2019

Stand der Informationen: 17.01.2019