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CO2-Fußabdruck

Der CO2-Fußabdruck und das damit verbundene THG-Reporting sind wichtige Elemente eines zukunftsfähigen Marketings. Welche Bedeutung der CO2-Fußabdruck allgemein und speziell für den Klimaschutz hat, erfahren Sie in diesem Text.

Klimawandel ist Realität und ist mindestens ein kontinuierlicher Prozess in der Erdgeschichte. Kalt- und Warmphasen wechseln sich regelmäßig ab. In der jetzigen Warmphase schreitet der Wandel deutlich schneller voran. Dies ist allgemeiner Konsens. Unstrittig ist außerdem, dass Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger den Klimawandel beschleunigen. Heute ist unser Planet mit Milliarden Menschen bevölkert. Die Folgen des Klimawandels, zum Beispiel der Anstieg des Meeresspiegels und extreme Wetterphänomene, stellen die Menschheit vor erhebliche Herausforderungen.

Dass das Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, zeigt die „Fridays for Future“-Bewegung. Daraus ergeben sich auch für Ihr Unternehmen neue Herausforderungen.

CO2-Fußabdruck und Marketing

Interessierte Parteien bewerten, wie sich das heutige Handeln auf die Erfüllung von CO2-Einsparzielen auswirkt. Dazu benötigt die Gesellschaft Kriterien und eine Maßeinheit. Hier kommt der CO2-Fußabdruck ins Spiel. Kunden der Zukunft wollen zwischen Produkten und Dienstleistungen mit hoher und niedriger Klimaauswirkung wählen. Sie sind sogar dazu bereit, für klimafreundliche Produkte mehr zu zahlen. Dies weisen Forderungen nach einer CO2-Bepreisung innerhalb der Gesellschaft nach.

Die Voraussetzung für klimafreundliche Produkte ist es, zunächst den CO2-Fußabdruck des eigenen Produktes zu kennen. Nur so können Maßnahmen festgelegt werden, um diesen zu verringern. Das klimafreundlichere Produkt kann dann mit höherer Marge beworben und vertrieben werden.

Was ist der CO2-Fußabdruck?

Das Modell des CO2-Fußabdrucks wurde von Wackernagel und Rees im Jahre 1994 entwickelt. Der CO2-Fußabdruck (carbon footprint) beschreibt die Menge an CO2-Emissionen, die direkt und indirekt durch eine Aktivität verursacht wird. Seine Maßeinheit ist das CO2-Äquivalent. Ein geringer Fußabdruck charakterisiert ein klimafreundliches Produkt oder eine klimafreundliche Dienstleistung.

Es kann genau berechnet werden, wie hoch der CO2-Fußabdruck von Personen, Unternehmen, Produkten oder Ländern ist. Dazu sind Informationen wie zum Beispiel Stromverbrauch, Heizbedarf, Konsumverhalten, Essgewohnheiten oder Transport relevant.

Für Unternehmen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, ist der CO2-Fußabdruck eine wichtige Methode zur Bewertung der Klimaauswirkungen und somit auch zentraler Bestandteil der Ökobilanz und der Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSR-Report).

Der CO2-Fußabdruck identifiziert Bereiche, in denen die meisten Treibhausgase freigesetzt werden. Daraus ergeben sich Hinweise auf die größten Potenziale für Einsparungsmaßnahmen. Damit hat der CO2-Fußabdruck eine große wirtschaftliche Bedeutung.

THG-Bilanz (DIN EN ISO 14064)

Die Medien, Ihre Kunden, Ihre Partnerunternehmen, Behörden oder Institutionen sind interessierte Parteien, welche den CO2-Fußabdruck Ihrer Produkte anfragen können.
Um diesen zu ermitteln, ist eine THG-Bilanz erforderlich.

Neben CO2 werden auch andere Emissionen von Treibhausgasen berücksichtigt, wie z.B. Methan, Lachgas, Schwefelhexafluorid, Fluorkohlenwasserstoffe, Perfluorcarbone und Stickstofftrifluorid.
Die THG-Bilanz gemäß DIN EN ISO 14064 Teil 1 wird auf ein Basisjahr bezogen.

Sie umfasst folgende Aspekte:

  • eine Beschreibung der berichterstattenden Organisation;
  • verantwortliche Person; Berichtszeitraum;
  • Dokumentation der Grenzen der Organisation;
  • direkte Treibhausgasemissionen, die für jedes Treibhausgas einzeln quantitativ bestimmt wurden, in Tonnen CO2;
  • eine Beschreibung, wie die CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Biomasse in der Treibhausgasbilanz gehandhabt werden;
  • Entzug von Treibhausgasen, bestimmt in Tonnen CO2;
  • Erläuterung des Ausschlusses von Treibhausgasquellen oder -senken;
  • energiebedingte indirekte Treibhausgasemissionen, die mit von außen bezogener Energie verbunden sind;
  • Baseline;
  • Veränderungen zur Baseline ,
  • Beschreibung der Methoden und Gründe für deren Auswahl;
  • Faktoren, Unsicherheiten
  • eine Erklärung, dass der Treibhausgasbericht in Übereinstimmung mit der ISO 14064 erstellt wurde;
  • eine Erklärung, in der beschrieben ist, ob die Treibhausgasbilanz, der Bericht oder die Erklärung über Treibhausgase verifiziert wurde, einschließlich der Art der Verifizierung und des erreichten Grades an Sicherheit
  • ggf. weitere von der Norm vorgeschlagene Punkte wie Maßnahmen zur Verbesserung, etc.

Ablauf eines THG-Projektes

Der Prozess des THG-Reportings erfolgt in fünf Schritten:

1. Auftaktgespräch: Ziele, Methoden und Grenzen festlegen
2. Sammlung sowie Analyse von Unterlagen und Daten
3. Verifikation vor Ort
4. Ermittlung von Maßnahmen zur Reduzierung und Verbesserung
5. Erstellung des Berichts

Wir erstellen Ihre THG-Bilanz und berechnen Ihren CO2-Fußabdruck, damit Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Kontaktieren Sie uns gerne.