Zusammensetzung Strompreis

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Was ist die Umlage für abschaltbare Lasten?

Die Umlage für abschaltbare Lasten dient als Ausgleich für Unternehmen mit stromintensiven Prozessen, denen ein kurzfristiges Abschalten oder Drosseln einiger Teile ihrer Produktion möglich ist. Somit wird das Stromnetz vor Überlastungen geschützt und bleibt regelbar. Die Grundlage dieser Umlage ist die Abschaltbare-Lasten-Verordnung (AbLaV). Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen jährlich die Höhe der Umlage für das folgende Kalenderjahr.

Es ist keine Entlastung für Unternehmen vorgesehen.

 

Was ist die Stromsteuer?

Die Stromsteuer ist eine indirekte Verbrauchssteuer in Höhe von 20,5 €/MWh. Der Stromversorger zahlt sie für jede kWh Strom, die die Endverbraucher aus seinem Versorgungsnetz beziehen. Auch für eigenerzeugten Strom, der zum Selbstverbrauch bestimmt ist, fällt Stromsteuer an. Die Stromsteuer wurde 1999 im Rahmen der ökologischen Steuerreform eingeführt und ist deshalb auch unter dem Namen „Ökosteuer“ bekannt. 

Stromsteuer sparen

Für Unternehmen gibt es einige Möglichkeiten, Stromsteuer zu sparen.

Unternehmen des produzierenden Gewerbes oder Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft, bekommen die gezahlte Stromsteuer zum Teil erstattet, sofern sie den Strom für betriebliche Zwecke nutzen. Energieintensive Unternehmen können ebenfalls von Steuerermäßigungen profitieren.

Die Steuerentlastung ist teilweise an einige Bedingungen geknüpft. So ist es je nach Unternehmensgröße notwendig, Energiemanagementsysteme oder Alternative Systeme zu betreiben.

 

Was ist die Offshore-Netzumlage?

Die Offshore-Netzumlage (früher: Offshore-Haftungsumlage) ist eine 2013 eingeführte und auf 2,5 €/MWh gedeckelte Umlage zur Finanzierung von Schadensersatzforderungen, die durch Verzögerungen und Ausfälle bei der Netzanbindung von Offshore-Windparks entstehen könnten. Eine Privilegierung bei der Offshore-Netzumlage erfolgt für bestimmte Abnahmestellen entsprechend der Regelungen nach §§ 27 und 27a bis 27c KWKG.

 

Was sind Entgelte für Messung und Messstellenbetrieb?

Der Stromerbrauch muss nach den Regeln einschlägiger gesetzlicher Bestimmungen, wie zum Beispiel dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) erfasst und abgerechnet werden.

Dabei entstehen Kosten, die im Rahmen eines Entgeltes abgerechnet werden.

Grundsätzlich ist es möglich, dass mehrere Marktteilnehmer als Messstellenbetreiber auftreten.

Daraus ergeben sich gegebenenfalls Kostenvorteile für den Endkunden.

 

Was sind Kosten für Energieeinkauf, Vertrieb und Marge

Energieversorgungsunternehmen müssen Strommengen am Markt beschaffen und diese am Markt platzieren. Dies erfolgt aus wirtschaftlichem Interesse, das heißt die Energieversorger preisen eine Marge ein.

Somit ist ein Teil dieser Kosten direkt vom Energieversorger beeinflussbar.

Unternehmen haben die Möglichkeit Kostenvorteile zu generieren, indem sie zum Beispiel ein Dienstleistungsentgelt mit dem Energieversorger vereinbaren. So können Tranchen zu einem besonders günstigen Zeitpunkt in Verbindung mit einem zuvor festgelegten Dienstleistungsentgelt beschafft werden.

Der Preisvergleich zwischen den Anbietern wird hierbei über das Dienstleistungsentgelt realisiert und ist unabhängig vom aktuellen Strombeschaffungspreis am Markt.

Gerne analysieren wir Ihre Potentiale zur Senkung des Preisbestandteils Marge und Vertrieb und unterstützen Sie bei der Ausschreibung eines Dienstleistungsentgeltes.

Folgen Sie dafür diesem Link.

 

 

Preisbestandteile Strompreis

Was sind Netznutzungsentgelte?

Strom gelangt vom Ort der Stromerzeugung über Übertragungs- und Verteilnetze zum Verbraucher. Diese Netze müssen errichtet, ausgebaut und gewartet werden. Die Kosten dafür legen die Netzbetreiber auf die Stromkunden um.

Die Höhe der Netznutzungsentgelte richtet sich bei großen Verbrauchsstellen über 100.000 kWh pro Jahr sowohl nach der entnommenen Höchstleistung (kW), als auch nach der entnommenen Energiemenge (kWh). Abnehmer mit geringerem Verbrauch werden nach dem sogenannten Standardlastprofil abgerechnet. Die Bundesnetzagentur reguliert die Transportentgelte.

Die Stromnetzentgeltverordnung (StromNeV) nennt verschiedenen Szenarien der Netznutzung, mit denen Endkunden ihre Netznutzungsentgelte reduzieren können. Dies sind Sonderformen der Netznutzung wie atypische, singuläre und intensive Netznutzung.

Mittelständische Industriekunden zahlten 2020 durchschnittlich pro Standort Netzentgelte in Höhe von 34 T€/a (1 GWh/a) bis 680 T€/a (20 GWh/a), Tendenz steigend. Die aktuelle Studie von ELBE ENERGIE für den Verband „Die Familienunternehmer e.V.“ beinhaltet eine Prognose der Netzkosten bis 2030. Diese werden voraussichtlich um weitere 70-100 % steigen, bezogen auf das Basisjahr 2019.

Was ist die Konzessionsabgabe?

Die Konzessionsabgabe ist eine Abgabe für die Nutzung der öffentlichen Verkehrswege. Sie wird an Städte und Gemeinden gezahlt, um die Verlegung und den Betrieb der Leitungen im öffentlichen Raum durchführen zu können. Die Höhe der Konzessionsabgabe richtet sich nach der Konzessionsabgabeverordnung (KAV) und dem jeweiligen Konzessionsvertrag zwischen den Energieversorgungsunternehmen (EVU) und der jeweiligen Kommune. Sie hängt im Wesentlichen von der Größe der Gemeinde (Einwohnerzahl), von der Spannungsebene des Netzanschlusses (Niederspannung oder Mittelspannung) und von der Verbrauchsstruktur (Leistung und Jahresverbrauch) ab.

Konzessionsabgabe reduzieren

Sondervertragskunden können die Konzessionsabgabe über 95 % reduzieren. Sondervertragskunden sind Kunden, die mindestens 30.000 kWh pro Jahr verbrauchen und in wenigstens zwei Monaten eine Höchstleistung von 30 kW erreichten.

Mit einem intelligenten Stromzähler (Smartmeter) können auch Gewerbekunden mit einem Jahresverbrauch unter 100.000 kWh ihre Maximalleistung messen. Die Ergebnisse der Messung können wir nutzen, um Ihr Einsparpotential zu ermitteln.

Was ist die EEG-Umlage?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt u. a. die Einspeisung von grünem Strom aus erneuerbaren Energien in öffentliche Netze. Den Betreibern von EEG-Erzeugungsanlagen wird eine Förderung als Einspeisevergütung oder Marktprämie garantiert. Der Strom aus diesen Anlagen wird an der Börse verkauft, wobei der Erlös dabei niedriger ist als die Vergütung an die Anlagenbetreiber. Die Differenz zwischen diesen beiden Preisen wird als EEG-Umlage auf alle Stromendverbraucher verteilt. Die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) berechnen jedes Jahr, wie hoch die EEG-Umlage im Folgejahr sein muss, um die Kosten decken zu können. Die Höhe der EEG-Umlage hängt auch von der Strombezugsmenge ab.

 

EEG-Umlage reduzieren – Besondere Ausgleichsregelung (BesAR)

Erfüllt ein Betrieb die Voraussetzungen der BesAR (u.a. zertifiziertes EnMS oder EMAS), zahlt er für die erste Gigawattstunde die EEG-Umlage in voller Höhe. Für den darüber hinaus verbrauchten Strom werden dagegen n 15 Prozent der jeweils aktuellen Umlage fällig.

Gleichzeitig legt die BesAR eine Untergrenze und Höchstgrenze für die Zahlung der EEG-Umlage fest. Zu zahlen sind maximal vier Prozent der Bruttowertschöpfung. Liegt die Stromkosten-Intensität des Betriebs über 20 Prozent, beträgt die Umlage maximal 0,5 Prozent der Bruttowertschöpfung.

Die gewährte Reduzierung im Rahmen des Begrenzungsbescheids gilt immer nur für ein Jahr und muss neu beantragt werden. Wichtig ist es die Antragsfristen unbedingt einzuhalten. Wer die Frist zur elektronischen Antragsstellung beim BAFA zum 30. Juni versäumt, dessen Antrag gilt automatisch als abgelehnt. 

 

Gerne unterstützen wir Sie bei der Antragsstellung. Folgen Sie dazu bitte diesem Link.

Unser Wissenspool

Wir stellen Ihnen fachspezifische Artikel für den Bereich Energiekosten zur Verfügung. So ist es Ihnen möglich, relevante Prozesse selbst zu gestalten und Kosten für Dienstleistungen zu reduzieren. Außerdem ermöglichen uns  gut informierte Kunden Gespräche auf Augenhöhe. Dies verschlankt Prozesse und reduziert Aufwand.

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