Stromnetze: Entgelte steigen 2021 nur leicht

Seit 2011 sind die Netzentgelte in der Mittelspannung durchschnittlich um 12 % p.a. gestiegen (vgl. ELBE ENERGIE Newsletter November 2018 und November 2019). Viele Netzbetreiber haben nun ihre vorläufigen Entgelte für 2021 veröffentlicht.

Laut Berechnung von ELBE ENERGIE liegen die Mehrbelastungen im Durchschnitt bei 1,1 %. Die Änderungen fallen, je nach Netzbetreiber, Netzebene und Verbrauchsstruktur stark unterschiedlich aus.

⇒ Empfehlung ELBE ENERGIE:

Viele Unternehmen haben auf Grund der Kostensteigerungen mit ELBE ENERGIE Projekte in den Bereichen Netzanschluß, Eigenerzeugung und Lastmanagement erfolgreich umgesetzt und so ihre Netzentgelte um bis zu 90 % gesenkt. Bundesweit konnten 2019 mehr als 5.600 Unternehmen von über 1.500 Mio. € Entlastungen profitieren. Diese Entlastungen werden über die „§19 StromNEV-Umlage“ auf die Netznutzer umgelegt. Die Umlage ist hat sich daher von 2012 (15,10 €/MWh) bis 2021 (43,20 €/MWh) fast verdreifacht.

Wenn auch Ihr Unternehmen in den Genuss von geringeren Entgelten kommen möchte, um sich von dieser Preisentwicklung abzukoppeln, sprechen Sie uns gerne an.

CO2-Abgabe: Emissionshandel startet ab 01.01.21

Ab Januar 2021 startet der nationale Emissionshandel für die Sektoren Wärme und Verkehr. Gemäß Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) müssen die Lieferanten von Brennstoffen (Erdgas, Flüssiggas, Heizöl, Kraftstoff) Emissionszertifikate erwerben.

Ab 2023 wird dann Kohle (Steinkohle, Braunkohle) in den Emissionshandel einbezogen. Die Kosten werden in der Regel vom Lieferanten an den Endkunden weitergereicht.

Für Erdgas ergibt sich folgende Entwicklung:

 

 

Für die Berechnung der Kostenentwicklung anderer Brennstoffe empfehlen wir den IHK-Rechner: https://www.ihk.de/co2-preisrechner

⇒ Einschätzung/Empfehlung ELBE ENERGIE:

Der Anstieg der Erdgaspreise 2021 um ca. 5 €/MWh wird durch die gesunkenen Großhandelspreise mehr als ausgeglichen.
Die BEHG-Einnahmen sollen zur Senkung der EEG-Umlage verwendet werden. Die Auswirkung ist derzeit auf Grund des notwendigen Haushaltszuschusses zum EEG-Konto in Höhe von ca. 11 Mrd. € noch vollkommen offen.

Falls die Brennstoffkosten ihres Unternehmens mehr als 20 % der Gesamtkosten oder die BEHG-Zusatzkosten mehr als 20 % der Bruttowertschöpfung betragen, kann eine Entlastung beantragt werden. Gleiches gilt, sofern ihrem Unternehmen Nachteile im internationalen Wettbewerb entstehen (Carbon-Leakage). Die begünstigten Unternehmen müssen ein Energiemanagementsystem zu betreiben, Maßnahmen zur CO2-Reduktion umzusetzen, Mitglied in einem Energieeffizienznetzwerk etc..
Gerne übernehmen wir für sie Beantragung und Umsetzung der Entlastungen.

ELBE ENERGIE-Fristenkalender: Energie-/StromSt-Anträge bis 31.12.

Für das Steuerjahr 2019 sind bis zum 31.12.20 (Ausschlussfrist) folgende Anträge beim zuständigen Hauptzollamt einzureichen:

  • StromSt-Entlastung gem. §§ 9 a,b, 10 StromStG für UdpG (Unternehmen des produzierenden Gewerbes)
  • EnergieSt-Entlastung gem. §§ 51, 54, 55 EnergieStG für UdpG
  • EnergieSt-Entlastung gem. §§ 53, 53 a,b EnergieStG für Stromerzeuger

Unternehmen, die sich ab 2020 in Schwierigkeiten befinden, können coronabedingt trotzdem Energie- und Stromsteuerentlastungen erhalten.

⇒ Empfehlung ELBE ENERGIE:

Planen Sie in diesem Jahr mehr Zeit ein. Die Antragstellung ist nur noch mit den neuen Online-Formularen möglich. Zusätzlich werden Daten zu Elektromobilität, Nutzenergielieferung, Fremdarbeiten, Weiterleitung an Dritte etc. erfasst.
Auf Wunsch übernehmen wir für Sie die Prüfung, Optimierung und Beantragung Ihrer Steuerentlastungen.

Strom-Umlagen: Leichte Senkung 2021

 

Ohne Deckelung wäre die EEG-Umlage auf 96,51 €/MWh gestiegen. Gründe sind neben dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren, sinkende Börsenstrompreise und ein Rückgang des Stromverbrauchs um ca. 8%. Der dazu notwendige Zuschuss aus Bundesmitteln beträgt ca. 10,8 Mrd. € bei einem Umlagebetrag von 33,1 Mrd. €.

Erdgaspreise: Bundesregierung beschließt CO2-Preis- Kompensation

Ab 2021 sind für fossile Brennstoffe wie Erdgas gemäß BEHG CO2-Emissionsberechtigungen erforderlich.

Die Bundesregierung hat dazu am 23.09. Entlastungsregeln beschlossen. Unternehmen sollen auf Basis einer „Carbon-Leakage-Verordnung“ einen finanziellen Ausgleich beantragen können, sofern durch den CO2-Preis Nachteile im internationalen Wettbewerb bestehen. Die begünstigten Unternehmen müssen ein Energiemanagementsystem zu betreiben, Maßnahmen zur CO2-Reduktion umzusetzen, Mitglied in einem Energieeffizienznetzwerk etc.. Der Bundestag muss nicht zustimmen.

Bisher haben nur wenige Lieferanten die Verträge angepasst, da die 14 Verordnungen zum BEHG noch in Planung sind.

⇒ Empfehlung ELBE ENERGIE

Sofern Ihr Unternehmen Erdgas nicht über den Großhandel beschafft und die Energiesteuer direkt an das Hauptzollamt abführt, wird der CO2-Preis Ihrem Lieferanten berechnet. Mit diesem ist zu klären, ob und in welcher Höhe die CO2-Kosten weiterberechnet werden und eine Doppelbelastung mit Kosten aus dem Emissionshandelssystem ETS ausgeschlossen sind. Laut BEHG sind ETS-Kosten abzugsfähig, werden aber nicht automatisch abgezogen.

Falls Ihr Unternehmen Erdgas über den Großhandel beschafft, kann ein Antrag auf Abzugsfähigkeit gestellt werden.

ELBE ENERGIE übernimmt gerne für Sie Antragstellung, Verhandlung mit dem Lieferanten sowie die Umsetzung der Maßnahmen für die CO2-Preiskompensation.