ELBE-ENERGIE-Förderlotse: „Dekarbonisierung in der Industrie“

Die Förderrichtlinie „Dekarbonisierung in der Industrie“ ist am 01.01.21 in Kraft getreten und läuft bis 2024. Mit einem Fördervolumen von 2 Mrd. € sollen schwer vermeidbare, prozessbedingte Treibhausgasemissionen durch den Einsatz innovativer Klimaschutztechnologien in energieintensiven Branchen wie Stahl, Zement, Kalk, Chemie und Nichteisenmetalle reduziert werden.

Antragsberechtigte:

  • Unternehmen aus EU-Emissionshandelspflichtigen Branchen
  • Betreiber von Anlagen mit BImSchG-Gehnemigungspflicht

Details: https://www.klimaschutz-industrie.de/foerderung/

ELBE-ENERGIE-Förderlotse: Kälte-Klima-Programm erweitert

Ab 01.12.20 können Unternehmen Förderungen gemäß der novellierten Kälte-Klima-Richtlinie beantragen. Diese wurde erweitert und hinsichtlich der Kältemittel technologieoffen gestaltet. Wesentliche Änderungen:

  • Bereits ab 1 kW Kälteleistung
  • Ohne obere Leistungsgrenze (außer Direktverdampfer mit Ammoniak)

Antragsberechtigte:

  • Unternehmen
  • Gemeinnützige Organisationen
  • Kommunen, kommunale Unternehmen, Gemeinde- und Zweckverbände, Eigenbetriebe
  • Schulen
  • Krankenhäuser
  • Kirchliche Einrichtungen

Geförderte Maßnahmen/Förderbeträge:

  • Stationäre Kälte-/Klimaanlagen
  • Wärmepumpen zur Nutzung von Prozessabwärme
  • Ergänzende Komponenten, Systeme und Speicher

Die Förderquote beträgt in Abhängigkeit von Kälteleistung und Speicherkapazität bis zu 50 %.

Details: https://www.bafa.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Energie/Klima_Kaeltetechnik/20201130_rl_novellierung.html

 

ELBE-ENERGIE-Förderlotse: Neue Programme für Gebäude und Anlagen ab 01.01.

Seit 01.01.21 sind folgende BAFA-Programme verfügbar:

  • EBN:  „Energieberatung Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme “
  • EBW: „Energieberatung Wohngebäude“
  • BEG: „Bundesförderung effiziente Gebäude“ mit den Teilprogrammen:
    • BEG WG (Wohngebäude)/BEG NWG (Nichtwohngebäude): ab 01.07.21

Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen zur Erlangung eines Effizienzhausstandards.

Max. Förderhöhe:

  • Sanierung/Neubau WG: 150.000 €/WE, max. 30 Mio. €
  • Sanierung/Neubau NWG: 2.000 €/m2, max. 30 Mio. €
  • BEG EM (Einzelmaßnahmen): ab 01.01. als Zuschuß/ab 01.07.21 als Kredit

Maßnahmen, die keinen Effizienzhausstandard bringen.

Max. Förderhöhe:

  • WG: 60.000 €/WE, max. 15 Mio. €
  • NWG: 1.000 €/m2, max. 15 Mio. €

Antragsberechtigte:

  • Unternehmen
  • Kommunen, kommunale Unternehmen, Gemeinde- und Zweckverbände, Eigenbetriebe
  • Körperschaften/Anstalten des öffentlichen Rechts, z.B. Kammern/Verbände
  • Gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Freiberufler
  • sonstige juristische Personen des Privatrechts, z.B. Wohnungsbaugenossenschaften

Die Förderung erfolgt als KfW-Kredit inkl. Tilgungszuschuß oder als BAFA- Zuschuß.

Geförderte Maßnahmen/Förderbeträge:

  • Gebäudehülle (z.B. Außenwände, Dächer, Türen, Fenster)
    • Neubau-Zuschuß: bis 22,5 %, max. 6,75 Mio. €
    • Sanierungszuschuß: bis 47,5 %, max. 14,25 Mio. €
  • Anlagentechnik (z.B. Einbau, Ersatz, Optimierung RLT-Anlagen): 20%, max. 3 Mio. €
  • Heizung (z.B. Gas-Brennwert RR, Biomasse, Wärmepumpe): bis 45%, max. 6 Mio. € 10 % Austauschprämie Ölheizung
  • Brennstoffzelle: Zuschuß 7.050 – 28.200 €
  • Gebäude-/Wärmenetze mit mind. 25% Erneuerbarer Energie: bis 50%, max. 5,25 Mio. €
  • Heizungsoptimierung (z.B. hydraulischer Abgleich, Pumpen) mit 20%, max. 3 Mio.€
  • Digitalisierung zur Verbrauchsoptimierung (z.B. Efficiency Smart Home)
  • Kälteanlagen zur Raumkühlung (nur NWG)
  • Beleuchtungssysteme (nur NWG)
  • Umfeldmaßnahmen (z.B. Demontage/Entsorgung Altanlagen)
  • Beratung/Planung/Baubegleitung
    • Fachplanung/Baubegleitung NWG: 5 €/m2, 50 %, max. 20.000 €
    • Fachplanung/Baubegleitung WG: 2.000 €/WE, 50 %, max. 20.000 €
    • Energieberatung NWG gem. DIN 18599: Förderquote: 80 %, max. 8.000 €
    • Energieberatung gem. DIN 16247: Förderquote: 80 %, max. 6.000 €
    • Contracting-Orientierungsberatung: Förderquote: 80 %, max. 10.000 €

Wird innerhalb von 15 Jahren ein mit 80% geförderter individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) umgesetzt, erhöht sich die Förderung um 5% (iSFP-Bonus).

⇒ Empfehlung ELBE ENERGIE:

Die Förderbedingungen haben sich mit den neuen KfW- und BAFA-Programmen signifikant verbessert. Falls Ihr Unternehmen die Sanierung oder den Neubau von Gebäuden oder Energieanlagen plant, lohnt sich eine vorherige Prüfung der attraktiven Förderungen.

Gerne erstellen wir für Ihr Projekt das passende Förderkonzept und begleiten Sie mit unseren Energieeffizienz-Experten in den Antragsverfahren.

 

 

 

 

 

 

 

ELBE-ENERGIE-Förderlotse: Corona-gerechte Lüftungsanlagen

Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen entstehen. Daher kommt neben dem Abstandsgebot und den allgemeinen Kontaktbeschränkungen auch der Innenraumlufthygiene eine große Bedeutung beim Infektionsschutz zu. Intensives, fachgerechtes Lüften von Gebäudeinnenräumen bewirkt eine wirksame Abfuhr bzw. Verringerung der Konzentration ausgeschiedener Viren und senkt damit das Infektionsrisiko in Räumen, die von mehreren Personen genutzt werden.

Ab dem 20.10. kann die BAFA-Förderung für die „Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von raumlufttechnischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten“ beantragt werden. Der Zuschuss beträgt 40 %, maximal jedoch 100 T€ pro Anlage. Antragsberechtigt sind u.a. Kommunen, Länder, Hochschulen und öffentliche Unternehmen.

⇒ Empfehlung ELBE ENERGIE:

Kombinieren Sie die Umbaumaßnahmen mit Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und vermeiden Sie höhere Stromverbräuche, welche sich durch größere Widerstandsbeiwerte von Feinfiltern ergeben.

Details dazu entnehmen Sie bitte den Seiten des BAFA.

Prozesswärme: Umstieg auf Holz jetzt durch Marktpreise und Förderung sinnvoll

Viele Unternehmen nutzen noch Kohle zur Prozesswärmeerzeugung oder beziehen Fernwärme aus Kohlekraftwerken oder Altholzanlagen. Durch den Kohleausstieg und die auslaufende EEG-Vergütung für Altholz benötigen sie bald eine Alternative.

Da viele Altholzanlagen 2020 bis 2026 aus der EEG-Vergütung fallen, werden dann große Holzmengen am Markt frei. Die Holzpreise sind zudem seit Jahren stetig gesunken und der Markt erwartet ein mittelfristig niedriges Preisniveau.

Zusätzlich fördern KfW und BAFA seit kurzem Anlagen, die Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien bereitstellen mit bis zu 55% der Investitionskosten.

  • Empfehlung ELBE ENERGIE:

Wärme aus Holz kann damit sogar günstiger sein als aus Erdgas oder Heizöl.  Alles in allem ein günstiger Zeitpunkt, auf einen regional nachwachsenden Brennstoff umzusteigen und ihre CO2-Bilanz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Wir begleiten Sie gerne bei der Umsetzung und der Beantragung der Fördermittel.