Stromeinkauf: Endkunden-PPAs steigen 2020 um 85%

2020 wurden europaweit PPAs über 10 GW abgeschlossen, davon 4,8 GW direkt mit Endkunden. Ein Drittel des Endkundengeschäfts entfiel auf die Chemieindustrie. Im Vergleich zu 2019 wurden 85 % mehr Endkunden-PPAs abgeschlossen, der Anteil am Gesamtmarkt stieg von 25 % auf fast 50%.

Die Preise bewegten sich von 22,74 €/MWh für Wind 10 y BLM (10 years, baseload monthly) in Skandinavien bis zu 46,85 €/MWh für 10 y Solar PAP (pay as produced) in Großbritannien.

Der günstigste Preis für ein 10 y Solar PAP wurde mit 35,63 €/MWh bei spanischen PPAs erreicht, deutsche PPAs lagen bei 41,61 €/MWh.

⇒ Einschätzung ELBE ENERIGE:

Nach der IT- und Papier-, und Chemieindustrie (siehe ELBE-ENERGIE-Newsletter April 2020) etablieren sich PPAs auch zunehmend im Mittelstand (siehe ELBE-ENERGIE-Newsletter Juli 2020).

Falls auch Ihr Unternehmen unabhängiger von schwankenden Strommärkten oder emissionsfrei werden möchte, sprechen Sie uns gerne an. Wir erstellen für Sie ein maßgeschneidertes Beschaffungskonzept.

 

Energieeinkauf: 2020 über 1,8 TWh zu historischen Tiefstpreisen beschafft

Elbe Energie beschafft seit 2007 Strom und Erdgas für die Versorgung eigener Energiezentralen und BHKW. Seit 2009 bieten wir unser Know how in der strukturierten Beschaffung von Vollstrom, Erdgas, Spotmengen, Grünstrom und Biogas auch unseren Kunden an.

Dabei untersuchen wir zuerst die Risikostruktur des Unternehmens, um dann gemeinsam die passende Einkaufsstrategie inkl. der Beschaffungsprodukte auszuwählen. In der Umsetzung konzentrieren wir uns neben automatisierten Modellen auf die optimalen Einkaufszeitpunkte.

So konnte 2020 ein Beschaffungsportfolio von über 1,8 TWh zu historischen Tiefstpreisen und teilweise deutlich unter dem Marktdurchschnitt (Strom 40, 18 €/MWh, Erdgas: 13,73 €/MWh) eingedeckt werden.

⇒ Empfehlung ELBE ENERGIE:

Gerne erstellen wir für Sie ein Risiko/Chancen-Profil als Entscheidungsvorlage für Ihren Energieeinkauf.

Stromeinkauf: PPAs etablieren sich auch im Mittelstand

Orange Polska S.A., Tochter des französischen Telekommunikationskonzerns Orange S.A. bezieht von 2021 bis 2030 etwa 50 GWh Strom pro Jahr aus den polnischen Windparks „Jarocin Wschod“ und „Krotoszyn“ über ein physisches PPA.

Die Fraport AG Frankfurt will spätestens ab 2025 85 % des Strombedarfs, also 350 GWh pro Jahr, über ein Offshore-Windpark-PPA beschaffen. Gleichzeitig soll die eigene Stromerzeugung aus Erneuerbaren ausgebaut werden. Aktuell entsteht auf einer Frachthalle der CargoCity Süd eine Photovoltaikanlage mit einer Jahresproduktion von 1,5 GWh.

Die finnische K Group betreibt in Skandinavien Einzelhandelsketten und möchte bis 2030 emissionsfrei werden. Dazu wurde ein PPA mit jährlich über 40 GWh Strom aus einem finnischen Windpark über 15 Jahre abgeschlossen

Empfehlung ELBE ENERGIE: Nachdem PPAs schon in der IT- und Papierindustrie im Volumen mehrerer TWh abgeschlossen wurden (siehe ELBE-ENERGIE-Newsletter April 2020) sind diese jetzt auch im Mittelstand angekommen. Falls auch Ihr Unternehmen unabhängig von schwankenden Strommärkten oder emissionsfrei werden möchte, sprechen Sie uns gerne an. Wir erstellen für Sie ein maßgeschneidertes Beschaffungskonzept.

Strommarkt: Erneuerbare sorgen für mehr negative Strompreise

Der Nachfrageeinbruch führt neben sinkenden Spot- und Terminpreisen auch zu mehr negativen Preisen. Die Anzahl negativer Preise lag allein bis Ende März bei rund 130 Stunden (Vorjahreszeitraum: 90 Stunden), Tendenz steigend. Ursache ist die weiterhin hohe Einspeisung erneuerbarer Energien, vor allem Windenergie, die auf die niedrige Stromnachfrage trifft.

Energiemärkte: Neues Format als Webkonferenz ab Mai 2020

Ab Mai startet ELBE ENERGIE monatliche Webkonferenzen zum Thema Energiemärkte mit Hintergrundinformationen zu:

– Energienachrichten
– Rohölmarkt
– Strommärkte Deutschland /Österreich
– Erdgasmärkte Deutschland /Österreich
– Kohlemarkt.

Das Format beinhaltet eine Einschätzung der aktuellen Marktlage sowie kurz- und mittelfristige Prognosen zur Marktentwicklung. Das Angebot ist für ELBE-ENERGIE-Kunden kostenfrei. Für alle anderen wird ab der dritten Konferenz eine Jahresgebühr von 170 € fällig. Auf Wunsch bieten wir das Format als Einzelkonferenz an.

Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail an Kontakt@Elbe-Energie.de, Betreff „Energiemarkt Webkonferenz“ inkl. Kontaktdaten der Teilnehmer.