ELBE ENERGIE-Fristenkalender: Anzeige Individuelle Stromnetzentgelte bis 30.09.

Intensive Netznutzung

Unternehmen mit einem Stromverbrauch > 10 GWh/a und mind. 7.000 Benutzungsstunden an einer Abnahmestelle können Ihre Netzentgelte bis zu 90 % reduzieren. Dies betrifft u.a. die Branchen:

  • Aluminiumherstellung
  • Automobilindustrie
  • Chemieindustrie
  • Gasproduktion
  • Glasherstellung
  • Halbleiterherstellung
  • Holzfaserwerke
  • Molkereien
  • Mühlenbetriebe
  • Kunststoffherstellung
  • Ölmühlen
  • Papierherstellung
  • Rechenzentren
  • Stahlhersteller, Hüttenbetriebe

Atypische Netznutzung

Unternehmen, deren Jahreshöchstlast von der Jahreshöchstlast aller Entnahmen aus der jeweiligen Spannungsebene erheblich abweicht, können Netzentgelte bis zu 80 % reduzieren. Dies betrifft Unternehmen

  • mit saisonalen Schwankungen in der Produktion, wie z.B. einer verminderten Leistungsaufnahme im Winter (Futtermittelwerke, Silobetreiber etc.)
  • mit einen erhöhten Strombedarf im Sommer, z.B. durch Kühlung (Lebensmittelindustrie, Bürogebäude etc.)

-> Empfehlung Elbe Energie:

Sofern Sie die Voraussetzungen 2020 erfüllen, gilt die Anzeigefrist bis 30.09..Anderenfalls prüfen Sie, ob Sie im nächsten Jahr in den Genuss von individuellen Netzentgelten kommen können. Wir unterstützen Sie im BNetzA-Anzeigeverfahren sowie bei Planung und Umsetzung von Maßnahmen und garantieren die Reduzierung schriftlich.

Stromnetzentgelte: Corona-Ausnahmeregelung für individuelle Netzentgelte 2020

Viele Unternehmen mußten 2020 coronabedingt die Produktion drosseln. Dadurch wurden oft die Voraussetzungen für ein individuelles Netzentgelt nicht erreicht. Das BMWi hat daher eine Anpassung der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) eingeleitet:

Sofern die Voraussetzungen 2019 erfüllt wurden und die individuelle Netzentgeltvereinbarung bis 30.09.19 der BNetzA vorlag, besteht der Anspruch auch für 2020.

Netzstabilitätskosten 2017 auf Rekordniveau

Die Kosten für Redispatch, Reservekraftwerke und Entschädigungen für abgeregelte Erneuerbare lagen 2017 über
1.300 Mio. EUR (2016: 848 Mio. EUR). Allein auf Tennet und 50Hertz entfielen ca. 1.200 Mio. EUR. Die Zahlen von
Amprion und TransnetBW liegen noch nicht vor.

Einschätzung ELBE ENERGIE:
Die Netzengpässe bleiben 2018 bestehen, bei weiterem Ausbau der Erneuerbaren. Geringe Entlastung
bringen die deutsch-österreichische Strompreiszone (ab Okt18) und die Thüringer Strombrücke (ab November
2017). Die Kosten bleiben bestenfalls konstant.

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Entgelte steigen weiter bis 2030

Mittelspannungskunden mußten seit 2011 eine Erhöhung um ca. 47% (8 % p.a.) verkraften.

Netzentgelte Strom

In den Übertragungsnetzgebieten Tennet und 50Hertz lagen die Steigerungen in der Mittelspannung ab 2014 mit 10-26% p.a. deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Ursachen sind Redispatch-/Einspeisemanagementkosten auf Grund hohen Windstromanteils in Kombination mit fehlendem Netzausbau. Dies führte 2017 zu Erhöhungen der Übertragungsnetzentgelte von bis zu 80%, die dann anteilig auf die nachgelagerten Spannungsebenen gewälzt wurden:

Netzentgelte Kosten

Bis 2030 sind weiter steigende Netzentgelte durch zusätzliche Betriebskosten und Investitionen in den Netzausbau zu erwarten:

Zusatzkosten Netzbetrieb

Kosten Netzausbau

Nach Berechnungen von ELBE ENERGIE werden sich die Netzentgelte für Mittelspannungskunden von 2018-2030 um ca. 8-10% pro Jahr erhöhen (bundesweiter Durchschnitt). In den Übertragungsnetzgebieten von Tennet und 50Hertz werden Kostensteigerungen von ca. 12-20% erwartet.

Empfehlung ELBE ENERGIE:
Prüfen Sie die Möglichkeiten, die Netzentgelte durch Spitzenlastoptimierung, Atypik, singuläre Betriebsmittel oder intensive Netznutzung zu reduzieren. ELBE ENERGIE übernimmt auf Wunsch die technische und kaufmännische Konzeption, die Umsetzung der Maßnahmen und garantiert ggf. die Einsparungen.

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Netzentgelte Strom: Atypische Netznutzung bleibt

Netzentgelte Strom: Atypische Netznutzung bleibt

Die BNetzA hat folgende zum 01.01.2017 geplanten Änderungen (vgl. ELBE ENERGIE Newsletter Januar 2017 + Oktober 2016) nach massiven Protesten der Industrie gestoppt:

  • Mindestleistung: 1.000 kW (aktuell: 100 kW)
  • Erheblichkeitsschwelle: 50 % (aktuell: 5 % HöSP – 30 % NSP)

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