Engpass bei thermischen Kraftwerken

Immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien führt laut BDEW zu einem sich abzeichnenden Engpass gesicherter Kapazitäten thermischer Kraftwerke (Atom, Kohle, Öl, Gas):

  • Aktuelle Kapazität:             94.100 MW
  • Im Bau:                                 1.800 MW
  • Geplante Stilllegungen:    -26.000 MW
 Quelle: BDEW, Fraunhofer-Ins tut für Solare Energiesysteme ISE

Nach Abschaltung des letzten AKW 2022, werden für windschwache Zeiten ohne Sonne ca. 70.000 MW an sicheren Stromerzeugungskapazitäten gebraucht. Momentan sind zwar 15 Gaskraftwerke mit 9.500 MW in Planung, aber wegen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die Realisierung bei über 90% mehr als fraglich. Auch die geplanten 8 Pumpspeicherkraftwerke werden vorerst nicht gebaut.

 

Empfehlung Elbe Energie:
Die Versorgungssicherheit sehen wir im Gegensatz zum BDEW nicht gefährdet, da die BNetzA wahrscheinlich rechtzeitig Reservekraftwerke akquirieren wird. Auf Grund höherer Kosten für Redispatch/Kraftwerksreserve etc. werden dann die Netzentgelte noch weiter steigen.

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Externe Durchführung interner Audits für Managementsysteme

Interne Audits sind ein wichtiges Werkzeug der internen Revision. Sie dienen zur Leistungsbeurteilung von Geschäftsprozessen und zur Sicherstellung der Konformität mit internen und externen Normen.

Die Durchführung erfolgt meist von geschulten Mitarbeitern der Organisation, welche die Audits abteilungs- und standortübergreifend durchführen. Es ist dabei sinnvoll, regelmäßig externe Fachkräfte in die interne Überprüfung mit einzubeziehen:

Wenn interne Audits nicht als lästige Pflicht, sondern als hilfreiches Mittel der kontinuierlichen Verbesserung angesehen werden, kann externe Expertise hilfreich sein, neue Ideen und Verbesserungspotentiale in der Organisation umzusetzen.

Der externe Dienstleister verfügt in der Regel auch über ein branchenübergreifendes Fachwissen und kann so wichtige Impulse für die internen Auditoren geben.

Auch kann damit verhindert werden, dass gegenseitige Gefälligkeitsgutachten erstellt werden.

Haben auch Sie den Wert einer externen Expertise erkannt, so kontaktieren Sie uns über unser Formular. Gerne helfen wir Ihnen dabei, Ihre interne Audits (ISO 50001, 50006, 50015 und 14001) noch erfolgreicher durchzuführen.

EEG /KWKG 2017: seit 01.01.17 in Kraft

KWKG- und EEG-Änderungsgesetz haben Bundesrat und Bundestag passiert und sind zum 01.01.17 in Kraft treten.

Wesentliche Änderungen im KWKG:

  • Wegfall Leistungsreduzierung bei Teilnahme an Ausschreibungen
  • Stromsteuerbefreiungen / -ermäßigungen werden vom Zuschlag abgezogen
  • Reduzierung des Zuschlags um 20% bei fehlender/falscher Anlageregistrierung (bisher :100 %)
  • Begrenzung der KWK-Umlage für ältere Eigenerzeugungsanlagen entfällt
  • Ausschreibungen auch für Strom, der in geschlossene Verteilnetze eingespeist wird
  • KWK-Umlage für Stromintensive (bisher: 0,30 €/MWh), die nicht mehr unter die BesAR fallen, wird für 2016 auf 0,56 €/MWh (bei > 160 T€) angehoben.

Wesentliche Änderungen im EEG:

  • Die Installation im Netzausbaugebiet von max. 902 MW wird um den Zuschlagswert grenzüberschreitender Ausschreibungen verringert. Die Zuschlagsmenge wird auf 20 % der ausgeschriebenen Leistung beschränkt.
  • Bürgerenergiegesellschaften bei Ausschreibungen für Wind an Land müssen durchgehend von Gebotsabgabe bis Antragsstellung Bürgergesellschaften bleiben.
  • Im Netzausbaugebiet muß der höchste Zuschlagswert dem Zuschlagswert für alle Bürgerenergiegesellschaften entsprechen
  • Netzbetreiber sind berechtigt und verpflichtet die EEG-Umlage zu erheben
  • Eigenerzeugungsbestandsanlagen, die vor 2011 genutzt wurden, werden bei Erneuerung/Ersetzung auf 20 % EEG-Umlage begrenzt, auch wenn es damals einen anderen Eigentümer gab. Dies gilt nur, wenn das volle wirtschaftliche Risiko getragen und die Anlage auf dem Betriebsgrundstück steht.
  • Rechtsnachfolge bei Bestandsanlagen, bei denen keine Personenidentität zwischen dem ursprünglichen und jetzigen Betreiber besteht. Personenwechsel sind bei gleichem Standort/Eigenerzeugungskonzept bis zum 31.12.2016 unproblematisch. Erben ist auch nach dem 31.12.2016 möglich, ohne den Status der Bestandsanlage zu verlieren.
  • Neue gemischte Geschäftsmodelle bei Speichern, mit dem die Zahlung der EEG-Umlage begrenzt oder vermieden werden soll.
  • EEG-Umlagebefreiung für Scheibenpachtmodelle, Anfahrts- und Stillstandsstrom unter bestimmten Umständen
  • Wälzung der §19- und Offshore-Haftungsumlage wird im EnWG beibehalten
  • Schaufenster intelligente Energie (Sinteg) werden bis 30.06.2022 verlängert
  • Die BNetzA kann festlegen, daß die in einer Ausschreibung gewonnene Förderung erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnt. (Sicherstellung von max. 1,7 GW für 2021 – 2023 bzw. 700 MW für 2024)
  • Windenergieanlagen auf See werden künftig für 25 Jahre genehmigt (bisher: 20 Jahre)

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EEG/BesAR: Neue Melde- und Kennzeichnungspflichten ab 01.01.17

Ab 2017 müssen BesAR-Unternehmen die EEG-/KWK-Umlagen direkt mit dem ÜNB abrechnen. Ziel ist die vereinfachte Abstimmung zum „Selbstbehalt“, „Cap“ und „Super-Cap“ bei Stromlieferungen mehrerer Lieferanten, ggf. an mehrere Abnahmestellen und bei unterjährigem Lieferantenwechsel.

Folgende Pflichten der ÜNB / Lieferanten gehen auf die Unternehmen über:

  • Prognose der KWK-/EEG-umlagepflichtigen Strommenge pro Monat
  • Zahlung monatlicher Abschläge der KWK-/EEG-Umlage
  • Nachzahlung ggf. zzgl. Zins bei zu geringen Abschlägen
  • Vorlage der Jahresendabrechnung zum 31.05. des Folgejahres ggf. mit Wirtschaftsprüfertestat

Empfehlung ELBE ENERGIE:

Bei Nichteinhaltung der Meldepflicht kann der ÜNB die volle KWK-Umlage für 2017 abrechnen und erst mit Jahresabrechnung 2018 nachträglich entlasten. Auf Wunsch übernehmen Stromlieferanten oder ELBE ENERGIE ggf. die Melde- und Abwicklungspflicht in Vollmacht.

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Messplanung – Einflussfaktoren und Variablen nach ISO 50006 – Praxisbeispiel

Energieeinflussfaktoren ISO 50006

Die ISO 50006 und 50015 werden ihre Schatten voraus. Immer mehr Kunden haben begonnen den Energieverbrauch ihrer Anlagen systematisch zu analysieren. Dabei verwirklichen sie Messreihen und Beobachtungen.

Im vorliegenden Beispiel aus der Nahrungs- und Genussmittelproduktion ging es darum, 20 Variablen- und Energieeinflussfaktoren zu analysieren, welche den Energieverbrauch der Produktionsanlage bestimmen. Dies ist wichtig, um die Verbesserung der energiebezogene Leistung an der Anlage messen und verifizieren zu können.

Im besten Fall lässt sich die Energieintensität einer Anlage mit hoher Genauigkeit lediglich über die verarbeitete Produktmenge bestimmen. Diese recht charmante Option hat den Vorteil, dass diese Variable leicht vorhersagbar und überprüfbar ist.

Als Methode wurde eine lineare Regression mit schrittweisem Hinzufügen gemessener Variablenwerte gewählt, mit dem Ziel einer möglichst hohen Modellgenauigkeit.  Im Resultat konnte gezeigt werden, dass lediglich die Variable Produktmenge einen signifikanten Anteil an der Modellgenauigkeit aufweist.

Einflussfaktoren ISO 50006

Es konnte eine lineare Gleichung bestimmt werden, die eine Vorhersage des Energieverbrauchs der Anlage ermöglicht. Dadurch lässt sich ein Abgleich des Vorhersagewertes mit dem real gemessenen Verbrauchswert erstellen:

 

Energieeinflussfaktoren

Dies macht es in Zukunft möglich, den Einfluss von Effizienzmaßnahmen darzustellen. Im besten Fall liegt der IST-Wert dann deutlich, bzw. im Maße der erwarteten Verbesserung, unter dem Prognosewert.

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