Energieaudits: Änderungen 2019

Das BAFA hat am 13.02 und 14.02.2019 ein neues Merkblatt und einen Leitfaden veröffentlicht.
Wesentliche Inhalte / Änderungen:

  • Strengere Vorgaben für Clusterbildung im Multi-Site-Verfahren
  • Bei ISO 50001 / EMAS muss Zertifikat vorgelegt werden
  • Detaillierte Vorgaben zu Berichtsumfang und Darstellung von Effizienzmaßnahmen
  • Lastganganalysen bei Verbräuchen > 100 MWh/ a Strom bzw. > 1.500 MWh/ a Erdgas
  • Bildung und Bewertung von Energiekennzahlen
  • Ermittlung von aktuellen /optimalen Energie- und Stoffströmen bei Produktionsprozessen

Stromnetz: Europaweite Blackoutgefahr am 10.01.2019

Ein Datenfehler eines TenneT-Netzreglers an der deutsch-österreichischen Grenze hat am 10.01. gegen 21:00 Uhr zu falschen Werten für die Frequenzregelung geführt. Dadurch sank die Netzfrequenz im europäischen Verbundnetz von 50,0 auf 49,8 Hz. Fällt der Wert darunter, droht der Zusammenbruch des Netzes. Der französische Netzbetreiber RTW schaltete daraufhin 1.500 MW hauptsächlich bei Industriebetrieben ab, um das Netz zu stabilisieren. Laut Experten ist Europa „knapp an einer Katastrophe“ vorbeigeschrammt.

Stromkosten: Deutschland hat höchste Strompreise Europas

Gemäß EUK-Bericht vom 21.01. waren die deutschen Industriestrompreise 2017 die höchsten in Europa:

Dies liegt vor allem an den hohen Abgaben,Steuern und Umlagen sowie an den dritthöchsten Netzentgelten in der EU. Auch innerhalb der G20 liegen die Industriestrompreise gem. IMD World Competitiveness Center nur in Japan, Brasilien und Indien höher. Die Strompreise für Gewerbekunden (192 €/ MWh) mit Verbräuchen von 20 – 500 MWh/a sind genauso wie die Strompreise für Haushalte (305 €/MWh) die höchsten in der EU. Einzig bei Großabnehmern mit Verbräuchen von 70 – 150 GWh/a liegt Zypern (117 €/MWh) knapp vor Deutschland (114 €/MWh).

Weitere Details auf ec.europa.eu