ELBE ENERGIE-Förderlotse: Letztes BMWi-Programm „STEP up!“ ab 01.09.

Das Programm soll Stromeffizienzpotentiale erschließen, die sich ohne Förderung erst nach mehr als 3 Jahren
amortisieren (vgl. ELBE ENERGIE Newsletter Februar 2018). Im Zuge technologie- und sektoroffener Ausschreibungen
soll die Nutzung hocheffizienter Technologien/Produkte weiter vorangetrieben werden. Den Zuschlag
erhalten die Projekte, die die höchste Stromeinsparung je EUR Förderung aufweisen.
Ergänzt wird die offene Ausschreibung für reine Stromeffizienzprojekte durch die geschlossene Ausschreibung zum
Thema „Kombiprojekte Strom-Wärme“.
Die 6. und letzte Ausschreibungsrunde läuft vom 01.09. – 30.11.2018. Die Förderquote beträgt max. 30 %.

https://stepup-energieeffizienz.de/step-up

Netzentgelte Strom: Netzstabilitätskosten 2017 auf Rekordniveau

Netzentgelte weiter auf hohem Niveau:

Die BNetzA hat ihren Bericht für 2017 vorgelegt. Die Kosten für Redispatch, Reservekraftwerke und Entschädigungen
für abgeregelte Erneuerbare lagen 2017 bei ca. 1.400 Mio. EUR (2016: ca. 900 Mio. EUR).

(vgl. ELBE ENERGIE Newsletter Februar 2018)

–> Einschätzung ELBE ENERGIE:
Die Netzengpässe bleiben mittelfristig bestehen, bei stetigem Ausbau der Erneuerbaren. Geringe Entlastung
bringen die deutsch-österreichische Strompreiszone (ab Okt. 18) und die Thüringer Strombrücke (ab Nov. 17).
Die Kosten bleiben damit bestenfalls konstant.

 

Netzentgelte Strom: Beihilferechtliche EUK-Prüfung

Die EUK hat die beihilferechtliche Prüfung der Netzentgelte gem. § 19 Abs. 2 Satz 2 StromNEV (intensive
Netznutzung) abgeschlossen:

• Netzentgeltbefreiungen 2011: haben Bestand
• Netzentgeltbefreiungen 2012 und 2013: Ggf. Nachzahlung Differenz zum physikalischen Pfad
• Pauschale Netzentgeltreduzierungen 2012 und 2013/individuelle Netzentgeltreduzierungen mit physikalischen
Pfad ab 2014: haben Bestand

Verbesserung der energiebezogenen Leistung ab Oktober

Unternehmen, die ab Oktober 2017 eine Zertifizierung/Rezertifizierung nach ISO 50001 durchführen, müssen einen Nachweis der Verbesserung Ihrer energiebezogenen Leistung (EBL) gemäß ISO 50003 erbringen. Dies bedeutet eine quantifizierbare Verbesserung von Energieleistungskennzahlen (EnPI) gemäß ISO 50015 bezogen auf eine/mehrere Baselines und die Bereinigung der Kennzahlen um Einflussfaktoren gemäß ISO 50006.

 

Empfehlung ELBE ENERGIE:
Entwickeln Sie mit uns im Rahmen einer Messplanung gemäß ISO 50004 eine Strategie, um diese Herausforderung zu meistern. Unser Augenmerk gilt angemessenen, praktikablen Lösungen bei minimalem Aufwand. Falls noch nicht geschehen, beginnen Sie noch heute mit Planung und Umsetzung, denn das nächste Audit kommt bestimmt.

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Externe Durchführung interner Audits für Managementsysteme

Interne Audits sind ein wichtiges Werkzeug der internen Revision. Sie dienen zur Leistungsbeurteilung von Geschäftsprozessen und zur Sicherstellung der Konformität mit internen und externen Normen.

Die Durchführung erfolgt meist von geschulten Mitarbeitern der Organisation, welche die Audits abteilungs- und standortübergreifend durchführen. Es ist dabei sinnvoll, regelmäßig externe Fachkräfte in die interne Überprüfung mit einzubeziehen:

Wenn interne Audits nicht als lästige Pflicht, sondern als hilfreiches Mittel der kontinuierlichen Verbesserung angesehen werden, kann externe Expertise hilfreich sein, neue Ideen und Verbesserungspotentiale in der Organisation umzusetzen.

Der externe Dienstleister verfügt in der Regel auch über ein branchenübergreifendes Fachwissen und kann so wichtige Impulse für die internen Auditoren geben.

Auch kann damit verhindert werden, dass gegenseitige Gefälligkeitsgutachten erstellt werden.

Haben auch Sie den Wert einer externen Expertise erkannt, so kontaktieren Sie uns über unser Formular. Gerne helfen wir Ihnen dabei, Ihre interne Audits (ISO 50001, 50006, 50015 und 14001) noch erfolgreicher durchzuführen.

Messplanung – Einflussfaktoren und Variablen nach ISO 50006 – Praxisbeispiel

Energieeinflussfaktoren ISO 50006

Die ISO 50006 und 50015 werden ihre Schatten voraus. Immer mehr Kunden haben begonnen den Energieverbrauch ihrer Anlagen systematisch zu analysieren. Dabei verwirklichen sie Messreihen und Beobachtungen.

Im vorliegenden Beispiel aus der Nahrungs- und Genussmittelproduktion ging es darum, 20 Variablen- und Energieeinflussfaktoren zu analysieren, welche den Energieverbrauch der Produktionsanlage bestimmen. Dies ist wichtig, um die Verbesserung der energiebezogene Leistung an der Anlage messen und verifizieren zu können.

Im besten Fall lässt sich die Energieintensität einer Anlage mit hoher Genauigkeit lediglich über die verarbeitete Produktmenge bestimmen. Diese recht charmante Option hat den Vorteil, dass diese Variable leicht vorhersagbar und überprüfbar ist.

Als Methode wurde eine lineare Regression mit schrittweisem Hinzufügen gemessener Variablenwerte gewählt, mit dem Ziel einer möglichst hohen Modellgenauigkeit.  Im Resultat konnte gezeigt werden, dass lediglich die Variable Produktmenge einen signifikanten Anteil an der Modellgenauigkeit aufweist.

Einflussfaktoren ISO 50006

Es konnte eine lineare Gleichung bestimmt werden, die eine Vorhersage des Energieverbrauchs der Anlage ermöglicht. Dadurch lässt sich ein Abgleich des Vorhersagewertes mit dem real gemessenen Verbrauchswert erstellen:

 

Energieeinflussfaktoren

Dies macht es in Zukunft möglich, den Einfluss von Effizienzmaßnahmen darzustellen. Im besten Fall liegt der IST-Wert dann deutlich, bzw. im Maße der erwarteten Verbesserung, unter dem Prognosewert.

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