Österreich: Energiepolitik: Ziele des Umweltministeriums 2020 

Vor der Corona-Krise hatte Umweltministerin Leonore Gewessler das Jahr 2020 als „ein Jahr großer Entscheidungen“ angekündigt: 

Das Erneuerbare-Ausbau-Gesetz (EAG), welches in der Strombranche lange erwartet wird, sollte 2021 in Kraft treten. Das EAG soll Planungssicherheit für die Umstellung auf 100 Prozent Strom aus Erneuerbaren bis 2030 gewährleisten. Mit dem Gesetz geht vermutlich eine Änderung der Netztarife einher. 

Auch das Energieeffizienzgesetz soll überarbeitet werden. Weiterhin will das Umweltministerium bei der Wärmestrategie und der CO2-Bepreisung vorankommen. 

Inwieweit die geplanten Ziele erreicht werden, ist aufgrund der aktuellen Situation unklar. 

Quelle 1: aufgerufen am 26.03.2020 

Quelle 2: aufgerufen am 26.03.2020 

 

 

Windenergie: Windwärmespeicher Nechlin in Betrieb

Seit Anfang März ist der Windwärmespeicher im Brandenburger Nechlin in Betrieb. Der Netzbetreiber schaltet den Windpark wegen nicht ausreichender Netzkapazität und bei einem Überangebot an Windstrom mehrmals monatlich ab. Dadurch blieben bisher etwa 10 GWh Strom pro Jahr ungenutzt. Die Betreiber erhielten für den nichterzeugten Strom – dank EEG- trotzdem eine Vergütung von ca. 900 TEUR pro Jahr. Die Abschaltungen erfolgten überwiegend in der windreichen Heizperiode.

Im Rahmen des BMWi-Förderprogramms SINTEG wurde ein 1.000 m3 Warmwasserspeicher errichtet, der mit dem bisher ungenutzten Strom beheizt wird. Die Wärme wird über ein Nahwärmenetz in den Ort geliefert. Dadurch werden 0,6-1 GWh Windstrom pro Jahr genutzt und als Wärme an die 93 Einwohner des Dorfes geliefert. Der wirtschaftliche Betrieb ist nur durch rechtliche Sonderregeln im EEG und bei der Stromsteuer möglich. Dadurch ist die Windwärme günstiger im Vergleich zur Wärmeerzeugung aus Erdöl.

UPM Finnland kauft 4 TWh über PPA

UPM, weltweit führender Hersteller von Zellstoff und Papier, kauft ab 2022 etwa 4 TWh aus dem 192-MW-Windpark Karhunnevankangas. Der Einkauf erfolgt über einen direkten Stromliefervertrag/PPA (Power Purchase Agreement). Der Lieferant wpd beliefert neben UPM und Google weitere Unternehmen mit Strom aus den eigenen Windparks.

  • Empfehlung ELBE ENERGIE:

Das Beispiel beweist, daß PPAs sogar in preissensiblen Branchen wie der Papierindustrie mit Graustrom konkurrieren können. Falls auch Ihr Unternehmen unabhängig von schwankenden Strommärkten werden und zur Energiewende beitragen möchte, sprechen Sie uns gerne an. Wir erstellen für Sie ein maßgeschneidertes Beschaffungskonzept.

Energieeffizienz: Leuchtstofflampen-Verbot ab 2023

Ende 2019 ist die EU-Verordnung „Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen“ in Kraft getreten.
Wesentliche Inhalte:

  • Hochdruck-Quecksilberdampflampen: Verbot ab 01.01.19 (EU-Quecksilber-Verordnung 2017/852)
  • Kompaktleuchtstofflampen mit eingebautem Vorschaltgerät: Verkaufsverbot ab 01.09.21 (Übergangsregelung bis 01.09.23 für T8-Leuchtstofflampen und kleine Halogenlampen)
  • T8-Leuchtstofflampen 60/120/150 cm: Verbot ab 01.09.23 (Ausnahme: vorhandene Leuchtstofflampen)
  • Halogenlampen G9/G4/GY6.35: Verkaufsverbot ab 01.09.23

Details:  EU-Verordnung

  • Empfehlung ELBE ENERGIE:

Falls Sie Investitionen im Bereich Beleuchtung planen, gibt es hiermit ein weiteres Argument für LED. Gerne erstellen wir für Sie ein maßgeschneidertes Beleuchtungskonzept.

Photovoltaik: Ausschreibung erzielt Tiefstpreis von 35,50 €/MWh

Die letzte deutsche Ausschreibung über 100 MW ergab einen Angebotspreis von 35,50 €/MWh und lag damit so niedrig wie noch nie. Die Ausschreibung war mit 18 Geboten fünffach überzeichnet. 75 % der Menge gingen nach Bayern. 

  • Empfehlung ELBE ENERGIE: 

PV-Strom ist seit langem zu Strompreisen in der Industrie wettbewerbsfähig. Wenn auch Ihr Unternehmen eine größere Unabhängigkeit von volatilen Strommärkten und staatlichen Strompreisbelastungen zum Ziel hat, sprechen Sie uns gerne an. Wir begleiten Sie von der Planung bis zur Inbetriebnahme Ihrer schlüsselfertigen Anlage.