Gas-Großhandelspreise steigen um rund 12,5 %

Der von der österreichischen Energieagentur berechnete Gaspreisindex (ÖGPI) bleibt seinem seit September anhaltendem Aufwärtstrend treu und steigt auch im Dezember.
Der Wert liegt bei 59,28 Punkten und damit im Vergleich zum Vormonat um 12,49 % höher, jedoch deutlich niedriger als im Dezember 2019. Im Durchschnitt der letzten zwölf Monate beläuft sich der ÖGPI auf 47,53 Punkte.

Nachhaltigkeitskriterien – Ökostromanbieter Österreich

Fast 90 % aller Grünstromanbieter halten Nachhaltigkeitskriterien von Umweltschutzorganisationen nicht stand.
Die Umweltschutzorganisationen GLOBAL 2000 und WWF haben erstmals alle 148 Grünstromanbieter in Österreich einem Vergleich in Bezug auf Nachhaltigkeitskriterien unterzogen.

Bei 131 Anbietern sehen die Organisationen massiven Verbesserungsbedarf, zum Teil etikettieren diese beispielsweise deutschen Braunkohlestrom mit Zertifikaten für norwegischen Strom aus Wasserkraft um. Elf der Anbieter landen in der zweitbesten Kategorie „Solide Grünstromanbieter“ und fünf Anbieter in der Kategorie „Treiber der Zukunft“. Letztere sind die Stadtwerke Murnau, AAE, KWG, W.E.B und Alpenenergie.

Alle Bewertungsergebnisse finden Sie hier.

 

 

Studie zum Potential erneuerbarer Energien in Österreich

Die Studie „Wirtschaftswachstum und Beschäftigung durch Investitionen in Erneuerbare Energien“, welche im Oktober 2020 durch das Energie Institut der Johannes-Kepler-Universität Linz vorgestellt wurde, sieht Technologien zur Produktion und Speicherung erneuerbarer Energien als wesentlichen Konjunkturmotor.

Der Ausbau der untersuchten Technologien zwischen 2020 bis 2030, löst pro Jahr Investitionen von 4,5 Mrd. € aus. Gleichzeitig werden pro Jahr durchschnittlich mehr als 100.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert und es entsteht ein zusätzliches BIP von 9,8 Mrd. €. Dadurch kann die Reduktion, der bis 2030 notwendigen CO2-Reduktionsmengen zur Hälfte erreicht werden.

Innerhalb der Technologien

  • Biogas
  • Biomassewärme
  • Biomasse-KWK
  • Geothermie – oberflächennah (Wärmepumpen)
  • Geothermie tief
  • Photovoltaik
  • Pumpspeicherkraftwerke
  • Solarthermie
  • Wasserkraft
  • Windkraft,

ist ein Ausbau im Ausmaß von gesamt 42 TWh sowie von 3,6 TW an Stromspeicherleistung erforderlich. Die 42 TWh entsprechen dem im aktuellen Regierungsprogramm definierten Ausbauziels für Strom aus Erneuerbaren von 27 TWh sowie zusätzlich 15 TWh für die Sektoren Wärme, Mobilität und Industrie.

Quelle (Studie)

 

Fernwärmeversorgung in der Steiermark wird grüner

Am 23. Oktober wurde in Mürzzuschlag in der Steiermark die zweitgrößte Solaranlage Österreichs eingeweiht.

Die Solaranlage ist an das örtliche Fernwärmenetz angeschlossen und versorgt knapp 300 Wohnungen, im Sommer zu 100 %, mit umweltfreundlicher Wärme. Die Kollektorfläche beträgt circa 5.000 m². Das Projekt wurde mit Landesmitteln gefördert. Die derzeit größte Solaranlage befindet sich in Graz und hat eine Kollektorfläche von 7.000 m².

Neuer Service für Erdgaskunden in Österreich

Gaskunden in Deutschland, Tirol und der Schweiz können sich ab sofort über den Service „TRUD!Y“ direkt beim Central European Gas Hub (CEGH) versorgen.

In Anlehnung an den als Pilotprojekt erfolgreichen Service „Trading Region Upgrade“ (TRU), welches den österreichischen und den tschechischen Gasmarkt verband, wird auch hier die bestehende Infrastruktur genutzt (keine Investitionen in Netzausbau erforderlich).

Kunden in Deutschland, in der Schweiz und im Marktgebiet Tirol haben jetzt eine zusätzliche Möglichkeit, sich neben dem virtuellen Handelspunkt NCG (Net Connect Germany) auch direkt über den Central European Gas Hub, dem virtuellen Handelspunkt im Marktgebiet Ost, zu versorgen.

Weiterführende Informationen finden Sie direkt bei den Netzbetreibern:

www.bayernets.de
www.gasconnect.at

 

Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz: Kritik an Vorgaben im Bereich Photovoltaik

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Stromverbrauch bis 2030 zu 100 % aus erneuerbaren Energien gedeckt wird. Das dafür notwendige Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz soll bis Ende Oktober finalisiert werden und zum Jänner 2021 in Kraft treten.

Das Regierungsprogramm sieht unter anderem vor, den Bereich Photovoltaik deutlich auszubauen. Die installierten Anlagen erzeugen derzeit 1,4 TWh Strom jährlich, bis 2030 sollen es 12,4 TWh sein. Strittig ist das Thema Flächenverbrauch. Laut Gesetzesentwurf reduziert sich der Investitionszuschuss für Neuanlagen um 30 %, wenn die Anlage auf einer bislang unversiegelten Freifläche errichtet werden soll. Die Energiewirtschaft hält diesen Abschlag für zu hoch und sieht das Ausbauziel in Gefahr.

Bis Ende des Monats werden vermutlich noch Änderungen am vorliegenden Gesetzesentwurf  erfolgen.