ELBE-ENERGIE-Förderlotse: Corona- Konjunkturproramm geplant

„Raus aus der Krise kann auch heißen, rein in das Solarzeitalter.“ sagte Vizekanzler Kogler am 16.05. vor einem Treffen mit Umweltschützern und NGOs zur Planung des Konjunkturprogramms. Klimaministerin Gewessler ergänzte, dass der Klimaschutz eine der tragenden Säulen des Programms sein wird. Als Beispiele nannte sie erneuerbare Energien und die thermische Sanierung.

  • Einschätzung Elbe Energie:

In welche Bereiche konkret investiert wird, bleibt abzuwarten. Zahlreiche GreenTechs aus Österreich machen eine Kombination von Konjunkturprogramm und Klimaschutz möglich. Der „Corona-Green-Deal“ der Umweltorganisation Global2000 enthält wenig konkrete Vorschläge, wie die Streichung von Subventionen für fossile Energien und die Vereinbarung von Biodiversitätszielen.

Erneuerbare Energien: Wien Energie investiert 1,1 Mrd. €

Bis 2025 wird Wien Energie 1,1 Mrd. € vor allem in PV, Fernkälte und Elektroladesäulen investieren.

  • Empfehlung Elbe Energie:

Wenn Energieversorger erneuerbare Energien ausbauen, ist das ein Hinweis auf profitable Geschäftsmodelle. Abzuwarten ist die Ausgestaltung der neuen Förderprogramme. Bis dahin sollten auch Sie die Zeit nutzen, Möglichkeiten der Eigenversorgung auszuloten. Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Umsetzung.

Strommarkt Österreich: Strompreise trotz Corona stabil

Seit März ist der Stromverbrauch in Österreich um 13 % eingebrochen. Die dadurch signifikant gesunkenen Großhandelspreise sollen nicht an die Kunden weitergegeben werden.

„Die Strompreise sind auf einem stabilen Niveau und werden das auch längere Zeit bleiben“, sagte Leonhard Schitter, CEO der Salzburg AG. Als Grund nannte er eine deutliche Erhöhung des Ausfallrisikos durch aktuelle und zukünftige Insolvenzen.

  • Empfehlung Elbe Energie:

Wenn massiv gesunkene Beschaffungskosten nur zu einem Verharren auf derzeitigem Preisniveau führen, ist die zukünftige Preisentwicklung klar. Zeit auf Eigenversorgung zu setzen. Möglichkeiten zur Energiebeschaffung sollten jetzt genutzt werden. Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung und Umsetzung.

Photovoltaik: Wien weitet Photovoltaikverpflichtung aus

Der Gebäudesektor verursacht rund 17 % aller Treibhausgasemissionen der Stadt Wien. Mit der Novelle der Bauordnung will die Stadt dieses Potenzial für Photovoltaikanlagen nutzen.

Bereits jetzt schreibt die Bauordnung die Installation einer PV-Anlage bei Errichtung eines Gewerbebaus vor. Diese sogenannte „Solarverpflichtung“ soll nun auf Bildungsbauten sowie Wohnbauten mit mindestens zwei Wohneinheiten ausgedehnt werden. Die zu installierende Leistung ist abhängig von der Gebäudegröße.

Zusätzlich beinhaltet die Novelle Regeln für den Fall, dass es aus technischen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen nicht möglich ist, eine PV-Anlage auf dem Dach zu errichten. Errichter von Gewerbe- und Bildungsbauten müssen dann auf Ersatzflächen zurückgreifen. Diese Ersatzverpflichtung betrifft Wohnbauten jedoch nicht.

Neben der Photovoltaik soll auch die Elektromobilität stärker gefördert werden. Die Novelle ging am 24. April in Begutachtung.

Photovoltaik: Stromgestehungskosten sinken weiter

Österreich möchte bis 2030 auf eine komplett CO2-freie Stromerzeugung umstellen (vgl. ELBE-ENERGIE Newsletter Jänner 2020). Dazu werden auch Anreize für Photovoltaikanlagen geschaffen. Seit dem 01. Jänner 2020 entfällt die Eigenstromsteuer in Höhe von 1,5 Ct/kWh für Photovoltaikstrom, der selbst erzeugt und selbst verbraucht wird. Damit werden Photovoltaikanlagen mit hohem Eigenstromanteil noch attraktiver.

Gleichzeitig sinken seit Jahren die Anlagenpreise und damit die Stromgestehungskosten stetig. Zudem existieren ein bundesweites Förderprogramm in Form von Investitionsbeihilfen und länderspezifische PV- und Speicherförderungen.

Details: https://www.pvaustria.at/forderungen/

Österreich: Energiepolitik: Ziele des Umweltministeriums 2020 

Vor der Corona-Krise hatte Umweltministerin Leonore Gewessler das Jahr 2020 als „ein Jahr großer Entscheidungen“ angekündigt: 

Das Erneuerbare-Ausbau-Gesetz (EAG), welches in der Strombranche lange erwartet wird, sollte 2021 in Kraft treten. Das EAG soll Planungssicherheit für die Umstellung auf 100 Prozent Strom aus Erneuerbaren bis 2030 gewährleisten. Mit dem Gesetz geht vermutlich eine Änderung der Netztarife einher. 

Auch das Energieeffizienzgesetz soll überarbeitet werden. Weiterhin will das Umweltministerium bei der Wärmestrategie und der CO2-Bepreisung vorankommen. 

Inwieweit die geplanten Ziele erreicht werden, ist aufgrund der aktuellen Situation unklar. 

Quelle 1: aufgerufen am 26.03.2020 

Quelle 2: aufgerufen am 26.03.2020